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Hauptbahnen

 

 
 

Meilensteine zur Verbesserung des Nahverkehrsangebotes auf den Hauptbahnen in Niederösterreich.

1996:
Kapazitätsengpässe auf den Eisenbahnstrecken, die auf die Zentralräume ausgerichtet sind, führten zu lösungsorientierten Verhandlungen zwischen ÖBB und NÖVOG und im Ergebnis zu dem am 20. Juni 1996 zwischen NÖVOG und ÖBB geschlossenen "Vertrag über Verkehrsdienste der ÖBB auf Hauptbahnen in Niederösterreich" (Doppelstockwagen-Vertrag).

 
     
 

Die wichtigsten Vertragsinhalte sind:


 
 

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 26 Jahren und regelt das Leistungsvolumen im Nah- und Regionalverkehr auf allen in Niederösterreich gelegenen Hauptbahnstrecken.


donauuferbahn  
  Das Land Niederösterreich leistet über die Laufzeit des Vertrages einen Investitionsbeitrag von 4,796.407,06 € pro Jahr für die Beschaffung von 120 klimatisierten Doppelstockwaggons.


 
  Die Klimatisierung der Wagen wurde von der NÖVOG durchgesetzt.


 
  Zusammen mit 60 bereits im Wege eines anderen Vertrages vom Land Niederösterreich mitfinanzierten Doppelstockwaggons wurden somit 180 moderne Wagen auf den Haupt-Pendlerrouten Niederösterreichs in Dienst gestellt. Die Wagen wurden daher mit dem NÖVOG-Symbol für schnellen Nahverkehr, dem Wiesel, versehen.


 
  Aufzählungszeichen

Die Doppelstockwagen haben folgende Vorteile:
- Mehr Sitzplätze bei gleich langen Zügen (ca. + 40 %)
- Breite Niederflureinstiege für bequemes und rasches Ein- und Aussteigen
- Klimatisierung
- Bequeme, individuell verstellbare Sitze mit Klapptischen
- Wahl zwischen unterschiedlichen Sitzbereichen mit vis a vis oder Reihenbestuhlung
- Luftfederung für hohe Laufruhe und somit besseren Komfort
- Mehrzweckabteile für Fahrräder oder Kinderwägen
- Laufende Nachrüstung der Steuerwagen mit Behinderten-WCs

 

 
 

Zur Absicherung auch dieses Vertrages im Hinblick auf die erforderliche Eisenbahninfrastruktur hat das Land Niederösterreich mit gleichem Datum mit dem Bund einen Vertrag zur Eisenbahninfrastruktur geschlossen.

2009 werden im Nah- und Regionalverkehr der ÖBB in Niederösterreich rund 23 Mio. Zugkm angeboten.

 

 
     
  Einsatzstrecken der Doppelstockwagen (Stand 01.01.2009)  
     
 

liniennetzplan

 

 
 

1999:
Zur Attraktivierung der Strecke Wien - Laa an der Thaya (S2) wurde 1999 zwischen dem Bund und dem Land NÖ ein Vertrag zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Strecke, sowie zwischen NÖVOG und ÖBB ein Verkehrsdienstevertrag zur Ausweitung des Verkehrsangebots abgeschlossen. 2007 wurde zusätzlich ein neuartiges Qualitätsmanagement eingeführt. Inhalte der Verträge sind:

 
     
 

Zweigleisiger Ausbau Gerasdorf - Wolkersdorf, Schaffung eines neuen Kreuzungsbahnhofes in Ladendorf und Elektrifizierung Mistelbach - Laa an der Thaya.


wieselzug  
  Taktverdichtung Wien - Wolkersdorf und Wien - Mistelbach, durchgehende Schnellverbindungen Wien - Mistelbach - Laa an der Thaya.


 
 

Regelmäßige Qualitätskontrollen, Kundenzufriedenheitsbefragungen und Pünktlichkeitsmessungen mit Pönalsystem und Problemanalyse.


 
 


Die ausgebaute und duchgehend elektrifizierte S2 wurde am 13.12.2006 eröffnet. Gegenüber dem Fahrplan vor dem Ausbau (2005) konnte das Fahrplanangebot auf der S2 um 35 % auf ca. 1,46 Mio Zugkm (2009) erweitert werden. Die wichtigsten Pendlerverbindungen morgens und abends werden mit WIESEL-Doppelstockwaggons geführt. Durch die Elektrifizierung konnte die Fahrzeit von Laa an der Thaya nach Wien Leopoldau (U1) auf unter 60 Minuten verkürzt werden.

[Mehr Informationen] zum Ausbau der S2.

 

 
 

2001:
Durch den 2001 abgeschlossenen "Zentralraumvertrag" wurde das öffentliche Verkehrsangebot im NÖ Zentralraum auf den Strecken St. Pölten - Krems/Tulln und St. Pölten - Hainfeld/Markt St. Aegyd/Türnitz auf neue Beine gestellt. Wesentliche Inhalte waren:

 
     
 

WIESEL-Schnellverbindungen wurden auf den Strecken Krems - St. Pölten und Lilienfeld - St. Pölten mit Fahrzeiten von 30 Minuten eingeführt.


wieselzug innen  
 

Ein kombiniertes Bahn-Bus-Angebot wurde im Traisental umgesetzt. Die Bahnverbindungen wurden beschleunigt und Busverbindungen übernahmen die Feinbedienung. Türnitz wurde mit Direktbussen mit St. Pölten verbunden.


 
 

Erstmals wurde ein Qualitätsmanagement zur Sicherstellung der erbrachten Leistung eingeführt.



 
 

2008:
Durch eine 2008 abgeschlossene "Qualitätsvereinbarung" wurde das Einsatzgebiet der WIESEL-Doppelstockwaggons erweitert. Die komfortablen Waggons fahren daher seit 03.03.2008 auch regelmäßig auf den Strecken:

 
     
 

St. Pölten - Krems


wieselzug_bahnsteig  
 

St. Pölten - Hainfeld


 
 

Wien-Südbahnhof - Marchegg