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Unternehmensprofil

 
     
 

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft m. b. H. (NÖVOG) ist das Kompetenzzentrum für alle Angelegenheiten des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich. Grundlage für die Tätigkeit der NÖVOG, nämlich die Optimierung des öffentlichen Verkehrs, bildet das Niederösterreichische Landesverkehrskonzept.

Die NÖVOG ist ein privatwirtschaftlich organisiertes und flexibles Unternehmen mit dem Zweck, die ihr anvertrauten finanziellen Mittel des Landes Niederösterreich für den öffentlichen Verkehr u.a. im Rahmen von Verkehrsdiensteverträgen effizient einzusetzen und ein diesbezügliches Qualitäts- und Leistungscontrolling durchzuführen.

Als Landesverkehrsgesellschaft in Niederösterreich übt die NÖVOG u.a. auch die Bestellerfunktion für Verkehrsleistungen aus. Die Fachkompetenz der NÖVOG ist Voraussetzung für den Abschluss von Verträgen, die dem Land Niederösterreich ein Mitgestaltungsrecht in Angelegenheiten des Betriebes und der Infrastruktur von Verkehrssystemen garantieren.

Regionen und Gemeinden des Landes Niederösterreich, die Österreichischen Bundesbahnen, die Postbus AG, die AG der Wiener Lokalbahnen, eine Vielzahl privater Verkehrsunternehmen und Interessensvertretungen stellen die wichtigsten Geschäftspartner dar. Mit umfangreichem Know - How unterstützt die NÖVOG dabei auch die Tätigkeiten des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung.


 
 
Details
 
  Die NÖVOG ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Alleiniger Gesellschafter ist das Land Niederösterreich. Die NÖVOG ist keine Abteilung der NÖ Landesregierung, sondern eine privatrechtliche Gesellschaft. Ihre Mitarbeiter sind kündbare ASVG-Angestellte und werden ausschließlich nach fachlichen Gesichtspunkten ausgewählt und beurteilt.
Seit ihrer Gründung wurden der NÖVOG per Gesellschafterbeschluß mehrfach neue Aufgaben vom Land Niederösterreich übertragen. § 3 "Unternehmensgegenstand" des Gesellschaftsvertrages lautet wie folgt:


(a) Durchführung von Aufgaben der Organisation des regionalen Verkehrs im Land Niederösterreich und in den an das Land Niederösterreich unmittelbar angrenzenden Gebieten, Koordinierung der öffentlichen Aufgaben des Landes Niederösterreich auf dem Gebiet des Regionalverkehrs sowie im öffentlichen Interesse Wahrnehmung und Förderung der Interessen des Landes Niederösterreich, einen effizienten und kostengünstigen Regional- und Nahverkehr im Land Niederösterreich und in den an das Land Niederösterreich unmittelbar angrenzenden Gebieten sicherzustellen, insbesondere zu diesem Zweck auch Ausführung der in lit. (b) bis (c) beschriebenen Tätigkeiten;

(b) Planung, Vorbereitung und Betrieb von öffentlichen Verkehrslinien im Bus- und Eisenbahnbereich und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten einschließlich der Bestellung von Verkehrsdienstleistungen, insbesondere auch Erwerb, Betrieb und Bewirtschaftung von Eisenbahninfrastruktur sowie zugehörigen Grundstücken und Immobilien.

(c) Beteiligung an Unternehmen im Inland und im Ausland mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand des Unternehmens (unter anderem Beteiligung an Unternehmen, die Eisenbahnlinien betreiben) sowie die Vornahme aller dem Gesellschaftszweck dienlichen sonstigen Geschäfte, jedoch ausgenommen Bankgeschäfte.


 
 
Welche Mittel stehen der NÖVOG zur Verfügung?
 
 

Die NÖVOG handelt im öffentlichen Interesse und mit öffentlichen Mitteln, das sind im Wesentlichen prozentuelle Anteile aus der Mineralölsteuer, die dem Land Niederösterreich zur Verfügung stehen. Die NÖVOG hat einen Aufsichtsrat, die Jahresabschlüsse der Gesellschaft werden von beeideten Wirtschaftsprüfern geprüft. Zusätzlich erfolgt die Prüfung der Tätigkeit der NÖVOG durch den Rechnungshof des Landes Niederösterreich. Alle finanziellen Mittel, die der NÖVOG zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung stehen, werden erst mit Beschlüssen der NÖ Landesregierung bereitgestellt. Für welche Projekte und in welcher Höhe diese Mittel zur Verfügung gestellt werden, ergibt sich aus den Vorschlägen der NÖVOG, die in demokratischen Entscheidungsfindungen im Landtag beziehungsweise in der Landesregierung angenommen werden müssen. Auf diesen Entscheidungen aufbauende, langfristige Konzepte geben einen zusätzlichen Rahmen vor: z. B. das Niederösterreichische Landesverkehrskonzept, das dem Öffentlichen Verkehr hohen Stellenwert einräumt. Die NÖVOG kann deshalb nur im Rahmen verfügbarer Mittel und demokratisch getroffener Entscheidungen ihre Planungen und Leistungsbestellungen durchführen.

Eine Vielzahl an Sachfragen im Zusammenhang mit der Planung, Vernetzung, Integration, Attraktivierung und Koordination des Öffentlichen Verkehrs werden - oft auch arbeitsteilig mit der Abteilung für Gesamtverkehrsangelegenheiten im Amt der NÖ Landesregierung - von der NÖVOG behandelt. Nicht Aufgabe der NÖVOG sind Fragen des Straßenverkehrs, überregionale Planungen wie der Ausbau der TEN-Netze oder der Semmeringtunnel.

Im Rahmen von Bestellverträgen zwischen NÖVOG und ÖBB (1996, 1999, 2003), Postbus (1999) und Wiener Lokalbahnen (1997/98) werden jährlich etwa 16 Mio. € aufgewendet. Davon alleine 4,2 Mio. € für die 3 niederösterreichischen Schmalspurbahnsysteme. Weitere 600.000.- € jährlich werden aufgrund eines Vertrages aus dem Jahr 2001 zusätzlich für die Attraktivitätssteigerung des Verkehrs im Zentralraum St. Pölten (neue Wieselzüge Krems - St. Pölten - Lilienfeld) bezahlt. Von allen Bundesländern (außer Wien) wendet dabei Niederösterreich die höchsten Mittel pro Jahr für den öffentlichen Regionalverkehr auf.